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Atemmuster · Angst

7-11-Atmung: langsames Ausatmen für ängstliche Momente

7 Sekunden ein, 11 aus. Ein langer, ruhiger Rhythmus, der oft empfohlen wird, wenn Angst oder Panik aufsteigen.

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Die 7-11-Atmung ist nach ihren Zählzeiten benannt: sieben ein, elf aus. Das Ausatmen ist deutlich länger als das Einatmen, und der ganze Zyklus ist langsam, etwa 3,3 Atemzüge pro Minute. Das Muster taucht häufig in Selbsthilfematerialien zu Angst auf; das lange Ausatmen soll dort die schnelle, flache Atmung unterbrechen, die Panik oft begleitet.

So geht's

  1. Setz dich oder lehn dich an etwas Festes und leg die Hände in den Schoß.
  2. Atme 7 Sekunden durch die Nase ein, in die unteren Rippen und den Bauch.
  3. Atme 11 Sekunden langsam aus, durch die Nase oder leicht gespitzte Lippen.
  4. Sind die Zählzeiten zu lang, zähle schneller; das Verhältnis zählt mehr als die genauen Sekunden.
  5. Mach fünf bis zehn Minuten weiter oder bis das Gefühl der Dringlichkeit nachlässt.

Wann es hilft

7-11 ist hilfreich, wenn du erste Anzeichen von Angst bemerkst: Herzrasen, Enge in der Brust oder schnelle, flache Atemzüge. Übst du es in ruhigen Zeiten, fällt es dir viel leichter, wenn du es wirklich brauchst; auch nach einem stressigen Tag hilft es beim Runterkommen. Einsteigern gelingt der Zugang zur gleichen Idee oft leichter mit 4-8.

Herkunft und Forschung

7-11 ist eine moderne Entspannungsübung, keine traditionelle, und zu genau dieser Zählweise gibt es wenig Forschung. Sie beruht auf zwei gut beschriebenen Prinzipien: das Atemtempo insgesamt zu senken und länger aus- als einzuatmen. Beides wurde in Studien mit einer Verschiebung hin zur parasympathischen „Ruhe-und-Verdauungs"-Aktivität in Verbindung gebracht. Atemübungen können Menschen mit Angst unterstützen, ersetzen aber keine professionelle Hilfe.

Sicherheit

Im Sitzen oder Liegen üben; nie im Wasser oder beim Fahren. Bei Schwindel aufhören.

Wenn der Versuch, langsam zu atmen, die Panik verstärkt, hör auf, atme natürlich und versuch es später mit kürzeren Zählzeiten erneut. Bei häufigen Panikattacken hol dir professionelle Unterstützung.

Häufige Fragen

Warum fallen 7 und 11 anfangs so schwer?
Sie sind viel langsamer als normales Atmen. Beginne mit schnelleren Zählzeiten im gleichen Verhältnis und werde über einige Tage langsamer.
Hilft es während einer Panikattacke?
Manche erleben, dass es ihnen hilft, die Welle zu überstehen. Am leichtesten geht es, wenn du es vorher in ruhigen Momenten geübt hast.
Können Kinder 7-11 machen?
Kinder kommen meist mit kürzeren Zählzeiten besser zurecht. Dieselbe Idee, länger aus- als einatmen, lässt sich als 3-5 oder 4-6 üben.

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