5 Sekunden einatmen, 5 ausatmen, ohne Anhalten. Einfach, gleichmäßig und leicht über mehrere Minuten durchzuhalten.
Dieses Muster ist Atmen in seiner schlichtesten Form: fünf Sekunden fließend ein, fünf Sekunden fließend aus. Das ergibt 6 Atemzüge pro Minute, etwa die Hälfte des normalen Ruhetempos. „HRV" steht für Herzratenvariabilität, also die natürlichen Schwankungen von Herzschlag zu Herzschlag; sie werden meist größer und gleichmäßiger, wenn sich die Atmung diesem Tempo nähert.
Ohne Haltephasen passt HRV 5 fast immer: am Schreibtisch, vor dem Schlafen, nach dem Sport oder wann immer du merkst, dass du schnell und flach atmest. Kurze Einheiten über den Tag verteilt funktionieren gut, und es ist ein natürliches Aufwärmen für längere kohärente Atemsitzungen. Für ein noch langsameres Tempo bietet das Studio auch HRV 6 (6-6, fünf Atemzüge pro Minute).
Etwa sechs Atemzüge pro Minute stehen im Zentrum des Herzratenvariabilitäts-Biofeedbacks, einem Ansatz, den Forscher wie Paul Lehrer und Richard Gevirtz seit Jahrzehnten untersuchen. In ihren Arbeiten zeigen viele Erwachsene die größten Herzfrequenzschwankungen irgendwo zwischen etwa 4,5 und 6,5 Atemzügen pro Minute, einer „Resonanzfrequenz", die von Mensch zu Mensch verschieden ist. Langsames Atmen dieser Art wurde mit einer besseren Regulation von Stressreaktionen in Verbindung gebracht, wobei die Ergebnisse zwischen den Studien variieren.
Im Sitzen oder Liegen üben; nie im Wasser oder beim Fahren. Bei Schwindel aufhören.
Zu tiefes Atmen im langsamen Tempo kann schwindlig machen. Halte jeden Atemzug klein und entspannt und kehre bei Schwindel zu deinem normalen Atem zurück.