4 Sekunden einatmen, 2 ruhen und den Atem 6 Sekunden lang mit einem weichen „Hûûû" loslassen.
Der Hû-Atem stammt aus der Sufi-Tradition, in der „Hû", ein Wort für „Er", das auf das Göttliche verweist, im Dhikr wiederholt wird, der Praxis des Gedenkens. Hier wird er schlicht als Klangatem angeboten: ein sanftes Einatmen, eine kurze Pause und ein Ausatmen, getragen von einem offenen, luftigen „Hûûû". Du kannst ihn als spirituelle Übung oder als beruhigende Stimmübung verstehen; beides ist willkommen.
Der Hû-Atem passt zu stillen Momenten der Besinnung: am frühen Morgen, vor Gebet oder Meditation oder am Abend, wenn du dich sammeln willst. Langsame Ney- oder Sufi-Musik im Hintergrund kann die Stimmung vertiefen. Er ist auch eine sanfte Wahl, wenn dir die Idee eines klingenden Atems gefällt, du aber einen offenen, luftigen Ton einem Summen mit geschlossenem Mund vorziehst.
Atem und Klang ziehen sich durch die Sufi-Praxis: In Dhikr-Zusammenkünften wird der Name Hû oft rhythmisch gesprochen oder gesungen, manchmal mit Bewegung, um das Herz dem Gedenken zuzuwenden. Es handelt sich um eine traditionelle, spirituelle Praxis; wissenschaftliche Forschung zum Hû-Atem als solchem gibt es nicht. Mit untersuchten Techniken teilt er ein langsames Tempo und ein langes, klingendes Ausatmen, zwei Merkmale, die mit einem ruhigeren Zustand in Verbindung gebracht werden.
Im Sitzen oder Liegen üben; nie im Wasser oder beim Fahren. Bei Schwindel aufhören.
Halte den Klang weich und entspannt, ohne aus dem Hals zu drücken. Wird dir leicht schwindlig, atme ein paar Mal normal, bevor du weitermachst.